Die ideale Zeit um einen Garten zu pachten

Die beste Zeit, um sich nach einem Schrebergarten umzusehen ist der Herbst. Das mag zunächst erstaunen, hat aber gute Gründe. Zunächst ist das Angebot an freien Kleingärten nach der abgelaufenen Gartensaison im Herbst erfahrungsgemäß am größten. Viele Schrebergärtner haben aus verschiedenen Gründen (z. B. Altersgründe) während der Saison den Entschluss gefasst, den eigenen Garten abzugeben. Die Gartensaison wird meist aber noch bis zum Ende mitgenommen.

Großes Angebot, wenig Nachfrage

Natürlich ist auch der Preis ein wichtiger Faktor bei der Übernahme eines Schrebergartens. Auch hier gilt zumeist: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Das Angebot an freien Kleingärten ist im Herbst relativ hoch. Dabei hält sich die Nachfrage oft in Grenzen, da viele zu Beginn der kühleren Jahreszeiten nicht daran denken, einen Schrebergarten zu pachten. Oft wird bis zum Frühjahr gewartet. Direkt nach der abgelaufenen Gartensaison hat man also gute Chancen, einen Kleingarten für einen guten Preis übernehmen zu können.

Genügend Vorlaufzeit vermeidet Stress

Ein weiterer, oft vernachlässigter Faktor, ist die längere Vorlaufzeit, die man vor dem Beginn des neuen Gartenjahres im kommenden Frühjahr hat. Im Herbst bis hinein in den Winter können schon verschiedene Gartenarbeiten erledigt werden. Für die Vorbereitung der Beete im Hinblick auf das neue Jahr ist der Herbst der beste Zeitpunkt. Die Gemüsebeete können umgegraben und beispielsweise Kompost oder andere Mittel zur Bodenverbesserung eingearbeitet werden. Die Blumenzwiebeln von Frühlingsblühern wie Tulpen, Krokusse oder Schneeglöckchen müssen im Herbst in den Boden. Das Jahresende bietet nicht selten noch ein paar schöne Tage. Diese kann man für erste Umgestaltungsmaßnahmen nutzen, z. B. für Heckenpflanzungen. Während der Gartensaison stehen erfahrungsgemäß viele andere Arbeiten im Vordergrund. Auch seine Gartenausrüstung lässt sich zu dieser Zeit noch in Ruhe komplettieren.

Planung der neuen Saison

In der kalten Jahreszeit ist auch der beste Zeitpunkt um die neue Gartensaison zu planen. Was möchte ich an welchen Ort bzw. auf welchem Beet anbauen? Es ist sehr ratsam sich dafür ausreichend Zeit zu nehmen, sich Notizen zu machen. Diese kann man bei neuen Ideen anpassen oder ergänzen. Auch das ein oder andere Gartenbuch kann man in Ruhe lesen und sein Wissen erweitern. Dafür bleibt im Frühjahr oft keine Zeit, wenn Fragen oder Probleme aufkommen.

Pachten im Frühjahr oder Sommer

Es spricht natürlich nichts dagegen, einen Schrebergarten im Frühjahr oder Sommer zu pachten. Das kann aber wie beschrieben zu Problemen führen. Im Frühjahr liegen viele Gartenarbeiten an, die zeitaufwendig sein können. Für die Vorbereitung der Beete und der sorgfältigen Gartenplanung ist es dann zu spät bzw. es fehlt die Zeit. Ist der neuen Garten recht ungepflegt, kommt man mit der Arbeit oft nicht nach und muss zunächst eine Grundordnung herstellen. Übernimmt man im Sommer einen Kleingarten, kann man oft nur noch den Rest des Gartenjahres verwalten. Für das Säen oder Pflanzen von neuen Kulturen ist es meistens zu spät. Prinzipiell kann schon mit der Umgestaltung des Gartens beginnen. Für die Vorbereitung der Beete für die neue Gartensaison ist es jedoch noch zu früh. Die Zeit kann also ziemlich lang und entmutigend werden, wenn man seinem Tatendrang nicht nachkommen kann.