Die Kosten für einen Schrebergarten

Ein Schrebergarten verursacht Kosten. Nicht nur die Übernahme kostet Geld, sondern auch der Unterhalt eines Kleingartens. Viele Neugärtner erliegen dem Irrglauben, dass ein Schrebergarten nur bei der Übernahme Kosten verursacht. Doch auch der Unterhalt schlägt mit nicht wenigen Euro zu buche.

Kosten für die Übernahme eines Schrebergartens

Die ersten signifikanten Kosten für einen Schrebergarten fallen schon bei der Übernahme an. Doch die Höhe der finanziellen Aufwendungen können stark variieren. Das hängt von vielen Faktoren ab. Neben der Lage, der Region und des Zustands spielt nicht zuletzt die Nachfrage eine wichtige Rolle. Gibt es für einen Kleingarten viele Interessenten, wird der Kaufpreis entsprechend höher ausfallen. Gibt es in einer Sparte viele freie Gärten, ist der Garten in einem schlechten Zustand und möchte der aktuelle Pächter den Garten unbedingt abgeben, gibt es eventuell sogar die Chance einen Garten kostenfrei zu übernehmen. Wenn es darum geht, den Kaufpreis auszuhandeln, sollte man sich vom aktuellen Pächter die obligatorische, durch den Verein durchgeführte, Wertermittlung vorlegen lassen. Diese soll verhindern, dass ein Interessent „über den Tisch gezogen“ wird. Natürlich kann es möglich sein, dass der Preis für die Übernahme des Gartens über dem ermittelten Wert liegt, z. B. bei sehr hoher Nachfrage.

Regelmäßig anfallende Kosten für einen Schrebergarten

Nachdem man einen Garten übernommen hat, fallen Fixkosten an. Vorhandene Bauten innerhalb des Gartens sollten angemessen versichert werden. Je nach Ausstattung und vorhandenen Werten sind eventuelle Zusatzversicherungen empfehlenswert. Neben Kosten für Versicherungen müssen auch regelmäßig Zahlungen an den Verein geleistet werden. Diese umfassen z. B. die eigentliche Pacht. Aber auch Mitgliedsbeiträge, Kosten für Energie, Kosten für nicht geleistete Gemeinschaftsarbeit und Gemeinschaftskosten wie Winterdienst, Straßenreinigung usw. werden fällig. Gibt es eine Laube im Garten, muss man an die Kommune noch die Grundsteuer B zahlen. Man sollte je nach Region und Größe des Gartens mit Fixkosten in Höhe von 100-200€ pro Jahr rechnen. Diese Kosten können, wie gesagt, regional mehr oder weniger stark unterschiedlich ausfallen. Das hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen vom Angebot und der Nachfrage für Schrebergärten. Zum anderen aber bspw. auch von den Pachtkonditionen, die der Verein vom Eigentümer des Grundstücks erhalten hat (oft die Kommune). Zu diesen Kosten kommt dann noch der verbrauchte Strom.

Kosten für die Bewirtschaftung eines Schrebergartens

Neben diesen Fixkosten fallen natürlich auch Kosten für die eigentliche Bewirtschaftung des Gartens an. Es geht immer mal ein Gartengerät oder Einrichtungsgegenstand kaputt und muss erneuert werden. Auch hat man mit jeder neuen Saison wieder neue Ideen für den eigenen Garten, deren Umsetzung auch finanziell zu buche schlagen. Saat- und Pflanzgut müssen auch jedes Jahr gekauft werden und können je nach Umfang nicht zu verachtende Kosten verursachen. Wie teuer die Bewirtschaftung eines Schrebergartens wird, hängt natürlich von einem selbst ab und lässt sich schwer vorab beziffern. Unterschätzen sollte man diese Kosten jedenfalls nicht. Natürlich kann man einen Garten auch mit weniger hohem finanziellen Aufwand bewirtschaften. Mehrjährige Pflanzen helfen kosten zu sparen. Wenn man nicht unbedingt die neuesten exotische Pflanzen haben möchte, kann auf bewährte, günstige und nicht weniger attraktive Pflanzen wie z. B. Stockrosen setzen. Wer sich intensiver mit dem Thema Garten beschäftigt, wird vielleicht eigenes Saatgut gewinnen wollen.