Die Auswahl des richtigen Gartens

Kein Schrebergarten gleicht dem anderen. Oft sind diese individuell nach den Wünschen und Vorstellungen der Vorpächter gestaltet. Zudem steckt jeder Kleingärtner unterschiedlich viel Zeit und Geld in seinen Garten. Um spätere Überraschungen zu vermeiden, sollte man bei der Auswahl des eigenen Schrebergartens einige Dinge beachten. Es ist unerlässlich, sich vorab ein gründliches eigenes Bild vom Garten zu machen, bevor man Nägel mit Köpfen macht.

Der allgemeine Zustand

Als erstes sollte man natürlich genauestens auf den allgemeinen Zustand schauen. Es lohnt sich manche Dinge auch einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Dies betrifft vor allem die Bebauungen wie die Gartenlaube und/oder den Geräteschuppen. Sind die Dächer dicht oder gibt es Wasserflecken an den Decken? Wie ist der Zustand der Fenster? Stehen eventuelle Sanierungsarbeiten an?

Die Ausstattung

Man sollte auch auf die vorhandene Austattung des Gartens achten. Nicht in jedem Schrebergarten gibt es eine Laube oder einen Geräteschuppen. Ein ganz wichtiger Punkt ist in diesem Zusammenhang die Bewässerung des Gartens. Gibt es einen Brunnen oder einen sonstigen Wasseranschluss oder erfolgt die Bewässerung ausschließlich mit Regenwasser? Bei längeren Hitzeperioden kann einem das Wasser schnell ausgehen, wenn man nur auf Regenwasser setzt. Dabei brauchen Pflanzen gerade während einer längeren Trockenheit viel Wasser. Ein Brunnen ist deshalb Gold wert.

Strom und Sanitäreinrichtungen müssen sein

Ein Stromanschluss sollte ebenfalls vorhanden sein. Das sollte in den meisten Gärten der Fall sein. Wenn ein Elektrorasenmäher eingesetzt werden soll, muss darauf geachtet werden, dass man von den zu mähenden Flächen einen einfachen Zugang zu einer Steckdose hat. Auch auf die sanitären Einrichtungen sollte man achten. Während es in manchen Schrebergärten eine Chemietoilette gibt, ist in einem anderen ein WC mit Wasserspülung und Klärgrube vorhanden. In seltenen Fällen muss eventuell auch noch der gute Eimer herhalten. Man sollte sich bewusst sein, dass eine sanitäre Einrichtung im Garten unbedingt vorhanden sein sollte. Es muss auch geklärt sein, wie die anfallenden Fäkalien entsorgt werden.

Vorhandene Bepflanzungen

Neben diesen Punkten spielen natürlich auch die vorhandenen Bepflanzungen eine Rolle. Etwas sollte man sich im neuen Garten schon wiederfinden können. Das Entfernen und Neuanlegen von Bepflanzungen macht viel Arbeit, kostet Geld und es braucht seine Zeit bis die Neupflanzungen ihre Pracht entfalten. Generell gilt zu beachten, dass viele Änderungswünsche viel Zeit, Arbeit und Geld kosten. Diesen Aufwand nimmt man gerne in Kaufe, wenn die Lage des Gartens top ist oder es nur wenige Gärten zur Auswahl gibt. Hat man die Qual der Wahl zwischen vielen Alternativen, ist es sinnvoll den Garten zu wählen, der den eigenen Vorstellungen schon am ehesten entspricht und wenn nötig lieber beim Kauf etwas mehr Geld zu investieren.

Die Lage innerhalb der Gartensiedlung

Letztendlich sollte man auch die Lage des Gartens innerhalb der Kleingartenanlage achten. Liegt der Schrebergarten tief in der Siedlung und sind schwere Dinge zu transportieren, steht man schnell vor einer Herausforderung. Nicht jede Gartenanlage kann man bei Bedarf mit dem Auto befahren. Der Transport von z. B. einem Dutzend Säcken Blumenerde mit der Schubkarre kann ziemlich anstrengend werden, wenn die Gartenanlage groß ist. Ein Schrebergarten vor dem man Parken kann ist natürlich ideal. Doch dort droht eventuell Straßenlärm, den man in seiner grünen Oase eigentlich nicht haben möchte.

Die Gartenfreunde nebenan

Schön ist es auch, wenn man gleich einen Eindruck von seinen neuen Nachbarn gewinnen kann. Ist der falsche Gartenfreund im Nachbargarten aktiv, kann dies sehr unangenehm werden. Es gibt also viele Dinge auf die man der Auswahl des eigenen Schrebergartens achten sollte. Den 100%-Garten wird man jedoch nicht finden. Es gilt daher zwischen allen Faktoren abzuwägen. Schnellschüsse sind in diesem Zusammenhang nicht sinnvoll.