Bauen im Kleingarten

Kleingärten liegen wieder voll im Trend. Die Gründe für das Interesse an einem eigenen Stück Grünland können recht unterschiedlich sein. Eine Gartenlaube gehört aber für fast alle angehenden Schrebergärtner dazu. Übernimmt man jedoch eine Pachtgarten, in dem noch kein Gartenhaus vorhanden ist oder einen Garten, der seine besten Tage hinter sich hat, steht man eventuell vor der Entscheidung, ob man eine Gartenlaube neu baut oder nicht.

Eine Laube gehört in jeden Garten

Eine charmante Gartenlaube wertet jeden Kleingarten auf.

Eine charmante Gartenlaube wertet jeden Kleingarten auf.

Egal, ob groß oder klein, eine Laube ist fester Bestandteil eines Kleingartens. Ein Gartenhaus kann als Lagerraum für geerntetes Obst und Gemüse dienen, als Aufbewahrungsort für Gartengeräte und Gartenwerkzeuge oder als Rückzugsort bei schlechtem Wetter. Natürlich ist eine Gartenlaube auch der Ort, wo die sanitären Einrichtungen ihren festen Platz haben. Es ist ziemlich unangenehm, wenn im Schrebergarten keine Toilette und/oder Waschmöglichkeit existieren. Dabei kommt es auch gar nicht auf die Größe an. Hat man einen kleinen Pachtgarten, ist eine kleine Laube vielleicht sinnvoller als eine, die die maximal erlaubte Größe einer Gartenlaube im Kleingarten voll ausreizt. Es sollte immer noch genügend Nutzfläche für den Anbau von Obst und Gemüse, sowie Blumen vorhanden sein. Auch eine Rasenfläche für sonstige Aktivitäten sollte fest eingeplant werden, gerade wenn man Kinder hat. Diese haben ansonsten schnell Langeweile und der Gartenspaß kann dann schnell in Gartenfrust umschlagen.

Vorschriften beachten

Wer einen Schrebergarten gepachtet hat und eine Gartenlaube bauen möchte oder muss, hat oft schon viele Ideen im Kopf, wie diese aussehen könnte: schön groß, ein Küchenbereich, ein Wohnbereich für kühle Tage, am besten mit einem Bettsofa. Ein Bad mit WC und Waschbereich sollte ebenfalls nicht fehlen.

Doch Achtung: Im gepachteten Kleingarten greift das Bundeskleingartengesetz (BKleinG)! In § 3 mit dem Titel „Kleingarten und Gartenlaube“, Absatz 2 ist genau geregelt, wie die eigene Laube aussehen darf oder nicht. Erlaubt ist eine Laube in einfacher Ausführung mit höchstens 24 Quadratmetern Grundfläche. Eine überdachte Terrasse zählt ebenfalls mit zu den maximal gestatteten 24m². Beim Neubau einer Gartenlaube sollte man sich daher unbedingt vorher überlegen, wie groß man den überdachten Freisitz halten möchte. Spätere Anbauten sind nicht mehr möglich, wenn dabei die zugelassene Grundfläche überschritten wird.

§ 3 Absatz 2 des BKleinG sagt ebenfalls aus, dass eine Laube im gepachteten Schrebergarten bezüglich Ausstattung und Einrichtung nicht zum dauernden Wohnen geeignet sein darf. Mancherorts finden sich jedoch Kleingartenanlagen, die zu „Dauercampingplätzen“ mutiert sind. Pächter wohnen dort oft dauerhaft den ganzen Sommer oder sogar das ganze Jahr über. Solche Gärten bzw. Anlagen verstoßen ganz klar gegen das Bundeskleingartengesetz. Sie werden anscheinend geduldet, aber wie lange so etwas gut geht, steht auf einem anderen Blatt.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, hält sich beim Neubau an die Vorschriften auch wenn es ärgerlich sein mag, im Nachbargarten eine voll ausgestattete Steinlaube zu haben, die noch unter den Bestandsschutz fällt.

Selber bauen oder bauen lassen

Wer handwerklich geschickt ist, kann Teile seiner Laube auch selbst bauen. Aber auch sollten Sie beachten, dass die üblichen Bauvorschriften gelten. Arbeiten an der Elektrik müssen von einem Fachmann über- oder abgenommen werden. Kleingartenvereine verlangen in der Regel einen Nachweis über ordnungsgemäß ausgeführte Arbeiten. Selbst Hand anlegen kann man vor allem beim Rohbau. Das kann viel Geld sparen, wenn man weiß, was man tut. Idealerweise kauft man seine Baustoffe bei einem Anbieter wie Baustoffe Ruhr. So kann man gegebenenfalls in den Genuss von Preisnachlässen beim Kauf der notwendigen Baustoffe kommen. Ein Gartenlaube darf aber wie gesagt kein Wohnhaus für den Sommer werden, sondern soll den Schrebergarten nur sinnvoll ergänzen.

Natürlich gibt es auch zahlreiche Anbieter für Gartenhaus-Fertiglösungen, die eine Laube bzw. Gartenhaus als Baukasten liefern. Wer auf eine fertige Baukastenlösung setzen möchte, sollte sich einen seriösen Anbieter suchen und nicht gerade das erstbeste Schnäppchen kaufen. Eine Fertiglösung kann auch schnell Frust bedeuten, wenn Teile nicht passgenau aufeinander abgestimmt sind.

Wer ein größeres Budget zur Verfügung hat, kann seine Laube auch von einer Fachfirma „schlüsselfertig“ errichten lassen. Auch dort sollten Sie einen etablierten und seriösen Anbieter wählen. Auch wenn eine Laube keine Villa werden soll, so muss sie doch vor eindringender Feuchtigkeit geschützt sein und der Wind sollte auch nicht ungehindert im Innenraum blasen können.

Es gibt jedenfalls die passende Lösung für jeden Anspruch und jedes Budget. Halten Sie sich an Bauvorschriften und arbeiten Sie bzw. lassen Sie sauber arbeiten, damit der Bau einer Gartenlaube nicht im Frust endet.